9.11. – Gedenkweg durch Vor- und Nachgeschichte des Pogroms

Rund 100 Teilnehmer*innen zogen durch die Innenstadt – Redebeiträge und Lieder an vier Stationen – Neue Gedenktafel für Peter Gingold

Für den 9. November 2020 hatte das Bündnis gegen Rechts zusammen mit Attac Aschaffenburg-Miltenberg, der Kommunalen Initiative (KI), der Initiative „Stolpersteine“, der Interventionistischen Linken (IL) und der Partei DIE LINKE zu einem Gedenkweg entlang von Stationen, die mit der Vor- und Nachgeschichte des Novemberpogroms 1938 verbunden sind, eingeladen.

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Gedenken an das Novemberpogrom ´38

Fassade der zerstörten Aschaffenburger Synagoge (Foto H. Eymann, Quelle: https://stadtarchiv-aschaffenburg.de/wp-content/uploads/2019/04/Mitteilungen_2_5_11_1988.pdf)

anschließend Gedenkweg mit Stationen an
– Gedenktafel für die Opfer des Faschismus „hinter der Sandkirche“
– Geburtshaus Peter Gingold (Steingasse 27)
– Platz der ehem. Synagoge (Wolfsthalplatz)

Es laden ein
Attac Aschaffenburg-Miltenberg,
das Bündnis gegen Rechts
die Interventionistische Linke
die Kommunale Initiative (KI)
DIE LINKE Aschaffenburg und BUM

in der Erkenntnis, …

  • dass der 9.11.1938 zwar das Fanal zum Holocaust war, dieses aber eine 20-jährige deutliche Vorgeschichte hatte;
  • dass der Widerstand gegen Faschismus und Krieg bei Weitem nicht allein Sache der viel gefeierten „Männer des 20. Juli“ war;
  • dass Faschismus, Rassismus und Antisemitismus in der Bundesrepublik nie verschwunden waren, wie es die Erzählung von der Entnazifizierung nahe legen sollte.
  • dass der Schwur von Buchenwald immer noch aktuelle Gültigkeit hat:

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!

Flyer im pdf herunterladen, weiterlesen, bitte weiter verbreiten!

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9.11. – „Mehr als 150 Teilnehmer*innen …“

… meldete das Main-Echo in seinem Bericht am 11.11.2019. Mit Lied- und Redebeiträgen gedachten das Bündnis gegen Rechts und Attac Aschaffenburg Miltenberg der Opfer der Reichspogromnacht und schlugen den mahnenden Bogen zur Gegenwart. Im Folgenden dokumentieren wir hier unkommentiert die Beiträge:

Liedbeiträge R. F.(BGR/Attac) Texte dazu
Shtiler Shtiler (S. Kaczerginsky)

Redebeitrag D.L. (Attac): Miriam. Ein langer Weg, um zu begreifen

Liedbeitrag R.F.: Asma Asmaton – Lied der Lieder (M. Theodorakis)

Redebeitrag B.A. (BGR/MLPD): Faschismus hat viele Gesichter

Redebeitrag L.S. (BSS/Friedenstrommler): Erinnerung an die große Synagoge von Straßburg

Liedbeitrag R.F.: ´S brent (M. Gebirtig)

Redebeitrag A.B. (IL): Neue Erscheinungsformen von Antisemitismus, Rassismus und Faschismus

Redebeitrag F.H. (DIE LINKE): Der 9. November – ein denkwürdiger Tag in der deutschen Geschichte

Liedbeitrag R.F.: Die ganze Erde uns (M. Theodorakis)

9.11.: Nichts ist vergeben, nichts ist vergessen!

zum Gedenken an die Reichs­pogromnacht laden ein
das Bündnis gegen Rechts
und Attac Aschaffenburg-Miltenberg,
zu Mahnwache und Kundgebung:

Samstag, 9. November 2019,
17:00 Uhr, Aschaffenburg,
hinter der Sandkirche

Anschließend Gedenkweg entlang von Stolpersteinen zum Wolfsthalplatz (bitte Kerzen und/oder Laternen mitbringen) )

Flugblatt/Aushang (pdf) herunterladen und/oder hier …

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1938-2018 – 80 Jahre: Der Schoß ist fruchtbar noch!

Kurzbericht. Mit an die 200 TeilnehmerInnen war unsere Gedenkveranstaltung zum Novemberpogrom 1938 sehr gut besucht. Herbert Löwe von den Friedenstrommlern stimmte mit Klezmer-artiger Klarinettenmusik vor der Gedenktafel „hinter der Sandkirche“, dem Platz des ehemaligen Gefängnisses, zum Gedenken ein. Johannes Büttner begrüßte anschließend und zog einen Bogen über die Geschichte des 9. November von 1848 (Erschießung Robert Blums) über 1918 (Kriegsende und Novemberrevolution) bis 1989 (Mauerfall), um dann an die Auswirkungen der so genannten „Reichspogromnacht“ 1938 hier in Aschaffenburg zu erinnern.
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„Die Mahnung des 9. November – aktueller denn je!“ – Lied- und Redebeiträge

bgr20161109Άσμα Ασμάτων – Lied der Lieder (Mauthausen)

Text: Iakovos Kambanellis; Musik: Mikis Teodorakis; dt. Transformation aus dem Englischen: R.F.

Wie schön ist meine Liebste – ach – so schön
in ihrem Kleid seh ich sie vor mir stehn
ein K
ämmchen schmückt das dunkle Haar
//:
Man hat sie fort gebracht und keiner sah, wie schön sie ist://
Man hat sie fort gebracht, und keiner sah wohin – wer sah’s? Weiterlesen

Aufruf gegen das Vergessen – zum Gedenken an die Reichspogromnacht (2015)

„Zuviel an Not und Tod, an KZ-Qualen, an Verwüstung und Vernichtung, an millionenfachem Mord hat der Faschismus gebracht, sodass es nichts Wichtigeres geben kann als Aufstehen gegen jede Erscheinung von Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neofaschismus, Militarismus.“
Diese mahnenden Worte des Aschaffenburger Juden und Resistance-Kämpfers Peter Gingold* gewinnen in diesen Tagen erschütternde Aktualität. … weiterlesen: Flugblatt_Aufruf_BGR20151109