Freiheitskampf oder Terrorismus? Über die Rolle des PKK-Verbots.

Das BgR veranstaltet am Freitag, 07. Oktober 2016 – 19 Uhr im Konferenzraum 2 der Stadthalle Aschaffenburg diesen Vortrags- und Diskussionsabend im Rahmen der interkulturellen Wochen.

Für eine friedliche und demokratische Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten – auch als Teil der Bekämpfung von Fluchtursachen – ist eine Lösung der kurdischen Frage unabdingbar. Dazu wiederum braucht es die Beteiligung der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Sie repräsentiert wohl mehr als alle anderen politischen Kräfte der Region den Willen der kurdischen Bevölkerung in der Türkei. Die PKK ist aber bisher von der Türkei, der EU und den USA als terroristische Organisation eingestuft. Seit fast 23 Jahren gibt es das Verbot in Deutschland. Für die Menschen einer ganzen Bewegung bedeutet es andauernde und alltägliche Unterdrückung.
Wie das Verbot politisch einzuordnen ist, wird die Rechtsanwältin und Autorin Brigitte Kiechle in einem Vortrag aufzeigen.
Dafür wird sie zunächst die Entwicklung der PKK von den 70er Jahren bis zur Gegenwart skizzieren. Sie wird das politische Konzept des demokratischen Konföderalismus erklären und darlegen, welche Wurzeln der basisdemokratische Gesellschaftsentwurf in kurdischen Gebieten bereits geschlagen hat.

In einem zweiten Teil setzt sich der Vortrag mit aktuellen Fragestellungen zur Region auseinander. Die Referentin legt dabei Schwerpunkte auf die Kurdenpolitik Erdogans AKP-Regierung, auf die Bedeutung der Türkei für NATO und EU sowie auf die Perspektive der Kämpfe um Demokratie und Befreiung der kurdischen Bevölkerung. Die Rolle der PKK dabei wird verdeutlicht werden.

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