Kundgebung: Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!
Am 1. September 1939 überfiel Hitler-Deutschland Polen und brach damit den Zweiten Weltkrieg vom Zaun. Wenige Jahre nach dessen Ende wurde die Wiederbewaffnung der BRD und eine allgemeine Wehrpflicht gegen den breiten Widerstand der Bevölkerung durchgesetzt. Seitdem wird in der BRD am 1. September der Antikriegstag begangen. Wir rufen dazu auf, an diesem Jahrestag ein deutliches Zeichen gegen Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg zu setzen.
Der AK Antimilitarisierung Aschaffenburg und weitere Organisationen (s. unten Aufruftext) rufen dazu auf, an diesem Jahrestag ein deutliches Zeichen gegen Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg zu setzen.
Die Kundgebung findet am Dienstag, dem 1. September 2026, um 17:30 in Aschaffenburg, Schöntal, „Blaues Klavier“ statt.
Aufruf als pdf-Datei heruterladen oder hier
Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! –
ist und bleibt die zentrale Lehre aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Seit Ausrufung von „Zeitenwende“ und „Staatsräson“ gewinnt sie eine noch größere Bedeutung.
Deutschland soll die stärkste konventionelle Armee Europas bekommen. Wir sollen uns auf einen Krieg wie zu Zeiten unserer Großeltern und Urgroßeltern einstellen und akzeptieren, dass wir darin unsere Kinder verlieren.
Die drastische Militarisierung und die Forderung nach unbedingter „Kriegstüchtigkeit“ werden mit einem zumindest widersprüchlichen Bedrohungsnarrativ begründet, das die wahren Interessen dahinter verschleiert.
Alle Zeichen stehen auf Krieg. Ein Krieg der vermeintlich vermieden werden soll, dessen aktive Vorbereitung aber alle gesellschaftlichen Bereiche untergeordnet werden.
Künftig sollen 5% unserer Wirtschaftsleistung ins Militär und zivil-militärische Infrastruktur fließen. Das bedeutet, dass in wenigen Jahren fast der halbe Bundeshaushalt für „Kriegstüchtigkeit“ ausgegeben wird. Drastische Sozialkürzungen und ein nie dagewesenes Verarmungsprogramm sind die Folge.
Kriegsvorbereitung erfordert Gleichschaltung und Disziplin im Inneren. Wir erleben, wie der Meinungskorridor verengt und die Repression gegen kritische Stimmen gesteigert wird. Ein autoritärer Staatsumbau schleicht sich ein und der Nationalismus, der jeden Klassengegensatz leugnet, greift um sich.
Wir sagen Nein zur Vorbereitungdes Krieges. Nein zur militärischen Logik. Sie beschneidet genau die freiheitlichen Werte, die sie vorgibt zu verteidigen.
Und deshalb sagen wir auch Nein zur verpflichtenden Musterung und zum Wehrdienstgesetz,
Nein zur Wiedereinsetzung der Wehrpflicht und anderer Zwangsdienste,
Nein zu Rüstungsexporten und zu deutscher Beteiligung an Völkerrechtsbrüchen und Genoziden,
Nein zu Wirtschaftskriegen, Sanktions- und Blockadepolitik, die mehr Todesopfer fordern als militärischer Krieg,
Nein zur Wiederbelebung des Ideals soldatischer Männlichkeit und zum Rückfall in überkommene Rollenbilder
Wir fordern:
– Diplomatie statt Konfrontation
– Stärkung des Völkerrechts statt Rückfall in das Recht des Stärkeren;
– Abrüsten statt Aufrüsten und Umstellung der Rüstungsindustrie auf zivile Produktion;
– Geld für Bildung, Gesundheit und Soziales – nicht für Panzer und Raketen;
– Schutz ALLER Deserteur*innen;
– Stopp von Einschränkung und Abbau fundamentaler Rechte.
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AK ANTIMILITARISMUS ASCHAFFENBURG
Amt für Chaos Aschaffenburg (AƆAB), Attac, Bündnis gegen Rechts (BgR), DIE LINKE, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Interventionistische Linke (IL), Kommunale Initiative (KI*), Linksjugend [’solid], Seebrücke, Volkshaus Halkevi
